Der Kräutergarten

  • Allgemein :

    Die Kräuter aus dem eigenen Garten sindj ein besonderer Genuss, weil sie immer frisch geerntet auf den Tisch oder in den Topf kommen.

    Beim Anlegen eines Kräutergartens oder eines -beetes sind einige grundlegende Dinge zu beachten.

    Ein wichtiger Faktor für das gute Gedeihen der Kräuter ist die Wahl des richtigen Standortes.

    Die meisten Kiäuter bevorzugen einen sonnigen, warmen und windgeschützten Ort.

    Auch die Beschaffenheit de^ Bodens spielt eine wichtige Rolle.

    Lehm- und tonhaltige Boden sind für den Anbau von Kräutern grundsätzlich wenig geeignet, da sich oft Staunässe bilde!

    Hier muss die Qualität des Bodens durch Untergraben von Sand verbessert werden.

    Am besten gedeihen Kräuter auf mageren Boden.


    Kräuter in Töpfen :

    Wer keinen eigenen Garten hat, kann sich ein kleines Kräuterparadies auf dem Balkon oder der Terrasse anlegen. Kräuter gedeihen auch in Töpfen und Kübeln.

    Bei der Anzucht von Kräutern im Topf gilt Ähnliches wie beim Kräutergarten: die Kräuter benötigen einen sonnigen, windgeschützten Ort.

    Da Topfpflanzen über weniger Substrat verfügen als Pflanzen im Beet, ist auch ihr Vorrat an Wasser und Nährstoffen begrenzt.

    Denken Sie daher daran, die Topfpflanzen regelmäßig zu gießen.

    Viel Wasser brauchen Melisse. Liebstöckel, Schnittlauch, Estragon, Kerbel, Petersilie und Basilikum.

    Genügsamer sind Salbei, Thymian, Oregano und Majoran.

    Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass die Töpfe über Wasserabzugslöcher verfügen, damit sich keine Staunässe bildet.

    Mehrjährige Pflanzen sollten außerdem gedüngt werden.

    Achten Sie hier unbedingt darauf.

    Bio-Dünger zu verwenden. Pflanzen Sie die Kräuter in ausreichend große Töpfe, topfen Sie sie ggf. im Frühling um und geben Sie neue Erde hinzu.

    Im Winter müssen einige Kräuter vor dem Frost geschütrt werden.

    Kälteempfindliche Mittelmeerkräuter wie Thymian, Rosmarin und Salbei müssen mit Wintervlies eingewickelt werden.

    Alternativ können Sie die Töpfe an einen frostfreien (aber nicht geheizten), hellen Ort stellen.

    Bitte beachten Sie, dass Kräuter im Topf auch im Winter gegossen werden müssen.

    Melisse und Minze sind winterhart,

    Schnittlauch braucht sogar Frost, um neu auszutreiben.


    Kräuter ernten :

    Kräuter werden am besten vormittags nach dem Trocknen des Taus und vor dem Einsetzen der Mittagshitze geerntet.

    Am aromatischsten sind die Kräuter nach einigen sonnigen Tagen und wenn sie kurz vor der Blüte stehen.

    Ausnahmen sind Lavendel, Thymian und Oregano.

    Ernten Sie Kräuter möglichst unmittelbar vor der Verwendung.

    Schneiden Sie Melisse, Minze, Estragon ab.

    Schnittlauch und Petersilie bodennah.

    Basilikum sollte über einer Verzweigung geschnitten werden, da die Pflanze so austreiben kann.

    Von Rosmarin, Thymian Salbei werden die Triebspitzen oberhalb verholzten Teile abgeschnitten.


    Kräuter haltbar machen :

    Duftende Kräuter in Töpfen oder im Beet sind im Sommer meist im Überfluss vojhanden und können frisch in der Küche verwendet werden.

    Aber woher bekommt man in der kalten Jahreszeit aromatische Kräuter für leckere Gerichte?

    Die Antwort: Kräuter haltbar machen.

    Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten :


    1. Kräuter einfrieren :

    Eine Möglichkeit, Kräuter haltbar zu machen, ist, sie einzufrieren.

    Sehr gut eiinet sich Petersilie,aber auch weichblättrige Kräier wie Liebstöckel.

    Borretsch, Minze, Estragon, Melisse oder Dill. Basilikum und Schnittlauch sollte ijan nicht einfrieren.

    Grundsätzlich sollten Kräuter | vor dem Einfrieren gut gewaschen und getrocknet werden (z. B. in einer Salatschleuder).

    Dann könten sie in Dosen abgefüllt und eingefroren werdei. Hier empfiehlt es sich, Kräuter portionsweise eintufrieren.

    Die Kräuter können vor dem Einfrieren klein gehackt werden.

    Alternativ können Sie die Kräuter ganz einfrieren und im gefrorenen Zustand zerkleinern (z. B. indem Sie mit einem Wellholz über die im Gefrierbeutel aufbewahrten Kräuter rollen) oder erst kurz vor Gebrauch zerkleinern.

    Kräuter können portionsweise auch in einer Eiswürfelschale eingefroren werden.

    Geben Sie dazu die Kräuten in die einzelnen Vertiefungen und füllen Sie sie mit möglichst wenig Wasser auf.

    Die Kräuter-Eiswürfel können dann ganz bequem einzeln herausgenommen werden und zum Verfeinern von Suppen verwendet werden.

    Lassen Sie die Eiswürfel vor dem Verwenden nicht auftauen, die Kräuter fallen sonst zusammen.

    Eiswürfel mit einem Minze- oder Melissenblatt oder Borretschblüten sind sehr dekorativ und z. B. in einem sommerlichen Drink ein echter Hingucker.


    2. Kräuter trocknen

    Die traditionelle Art, Kräuter, haltbar zu machen, ist, sie zu trocknen.

    Besonders gut eignen sich dafür Bohnenkraut, Oregano, Majoran, Salbei, Rosmarin oder Thymian.

    Die Kräuter werden entweder auf einem Backblech mit Küchenpapier ausgelegt oder zu kleinen, lockeren Sträußen gefunden und kopfüber aufgehängt.

    Kräuter, die getrocknet werden, sollten Sie nicht waschen, sondern nur säubern.

    Wichtig ist. dass die Kräuter nicht zu schnell (d. h. bei zu hoher Temperatur) und nicht zu langsam trocknen, da beides mit dem Verlust ätherischer Öle einhergeht, die für den Geschmack und den Geruch entscheidend sind. Ideal ist ca. 40° C. Zum Trocknen sollten die Kräuter in einem trockenen, gut gelüf- teten Raum aufbewahrt werden und vor Licht und Staub geschützt werden.

    Sie können dazu Papier zu einer Tüte drehen und um die Kräutersträuße wickeln.

    Die Kräuter sind fertig getrocknet, wenn sie beim Anfassen rascheln. Streifen Sie die Blätter von den Stängeln, geben Sie sie ganz oder gerebelt in ein luftdicht verschließbares, dunkles Gefäß und bewahren.

    Sie sie an einem kühlen Ort auf.

    Bitte beachten Sie, dass getrocknete Kräuter in der Regel ein intensiveres Aroma als frische Kräuter haben.

    Sie müssen also entsprechend vorsichtiger dosiert werden.


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